Fastenzeit

40 Tage sind es bis Ostern - 40 Tage, heraus-genommen aus dem Lauf des Jahres, her-ausgenommen aus meinem Alltag - 40 Tage meiner Lebenszeit.

Diese Tage sollen eine ganz bewusste Unterbrechung sein. Der Alltag geht weiter, wir müssen uns unseren Aufgaben und unserer Verantwortung wie an jedem anderen Tag stellen. Aber diese begrenzte Zeit der 40 Tage soll uns helfen, ganz bewusst in unserem Alltag mit Gott zu leben und mit seiner Nähe zu rechnen.

Heiterkeit und Freude, Ausgelassenheit und Fröhlichkeit haben die vergangenen Tage geprägt. Manche sind vielleicht froh, dass die Faschingszeit vorüber ist und wieder „Normalität“ eintritt; manche wurden von diesen Tagen vielleicht wenig berührt.

Wenn wir mit dem Aschermittwoch die 40 Tage der Österlichen Bußzeit beginnen, dann müssen wir sie im Zusammenhang sehen mit dem Fest, das an ihrem Ende steht: Tod und Auferstehung Jesu. Darauf läuft diese 40-tägige Fastenzeit hinaus. Wir sollen uns auf Ostern – das Fest der Auferstehung - vorbereiten.

Nach dem Fasching bedeutet der Aschermittwoch einen Einschnitt, der manchen nicht leichtfällt, der aber dennoch guttun kann. Ein solcher Tag bietet Gelegenheit, Fragen an sich selbst zu stellen: Wo stehe ich? Wo komme ich in meinem Leben nicht weiter?

Der Herr will unserem Leben eine besondere Richtung geben. Diese Wochen bis Ostern sollen von einem anderen Lebensgefühl geprägt sein. Wir sollen uns auf das Wesentliche in unserem Leben besinnen. Der Verzicht auf bestimmte – von uns frei gewählte - Dinge kann uns helfen, frei und offen zu werden:  für Gott und unsere Mitmenschen.

So sind wir aufgefordert, die Fastenzeit als Möglichkeit zu begreifen, in der wir bewusst das entsorgen, was uns unfrei und abhängig macht. Vielen Menschen fällt es schwer, in der Österlichen Bußzeit einen Sinn zu sehen, ihr eine Bedeutung für ihr Leben zu geben.

Ein Mensch fühlt sich besser wenn seine Gedanken positiv sind, dies stärkt uns und schützt uns vor den Menschen, welche ihre gut versteckten positiven Eigenschaften noch nicht gefunden haben. Begegnen wir diesen Menschen mit Offenheit und Geduld, geben wir ihnen ein Lächeln oder ein höfliches und freundliches Wort - dies kann ein Anfang sein.

Lasst uns von Gott Kraft bekommen, sodass wir die Richtung ändern, wenn wir die alte Straße nicht mehr gehen können. Ich wünsche Ihnen alle eine besinnliche und kreative Zeit.

Ihr P.Georg mit dem Büro Team Frau Ott und Frau Riedle