"Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!“

Mit dem 1. Advent beginnt das neue Kirchenjahr. Die Adventszeit, in die wir jetzt eintreten, lädt uns ein, sich auf die Ankunft des Herrn vorzubereiten.

Eindringlich beschreibt es das bekannte Adventslied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ (GL 218) schon in der 1. Strophe: „Es kommt der Herr der Herrlichkeit!“ Wir sollen unsere Türen und Tore weit aufmachen, um unseren Heiland Jesu Christ in unsere Herzen hereinzulassen! „Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist. Ach zieh mit deiner Gnade ein!“ (5. Strophe)

Advent heißt auf Deutsch: „ankommen“. Es ist Jesus, der ankommt, der Mensch wird. Es sind aber auch wir selbst, die in der jährlichen Vorbereitung „ankommen“ sollen – bei uns selbst, bei den Mitmenschen, bei Gott. Wo wird Gott wohnen?

Gott wohnt überall da wo man ihn einlässt. Auch die Kirche lebt im Advent und muss sich immer wieder bekehren, leer werden von sich selbst, um frei zu sein für Gottes Gegenwart. Die Kirche ist nicht das Ziel. Die Kirche hat ein Ziel. Und diesem Ziel hat sie zu dienen. Und dieses Ziel ist nicht sie selbst. Die Kirche muss der Liebe dienen, Menschen befreien zur Liebe, ermutigen zur Liebe. Denn wo Liebe lebendig ist, da wächst das Reich Gottes, zu dem auch die Kirche unterwegs ist.

Ich freue mich auf jeden von Ihnen. Lassen Sie uns gemeinsam eine Kirche gestalten, wo Gott sich zu Hause und immer wieder aufs Neue willkommen fühlt.

Guter Gott, mach uns mutig Altbewährtes zu bewahren: Den Advent als eine Zeit der Stille, Einkehr und Besinnung zu erleben.

mach uns mutig, neue Wege zu gehen:

Ein versöhnendes Wort, wo schon lange Streit ist.

Ein offenes Wort, wo wir schon lange schweigen.

Ein herzliches Wort, wo jemand einsam ist.

Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit wünscht Ihnen

Ihr P.Georg mit dem Büro Team Frau Ott und Frau Riedle